Jahreshauptversammlung 2013

Jahresbericht der Stadtfeuerwehr Ellrich für das Jahr 2013

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde Ellrich ,

die Stadtfeuerwehr Ellrich führte am Freitag, den 22.03.2014 ihre Jahreshauptversammlung durch.

Zu diesem Anlass konnten wir 1 neue Kameradin und 4 neue Kameraden in die Einsatzabteilung der Stadtfeuerwehr Ellrich aufnehmen. Außerdem wurde unser Kamerad Kurt Buse in die Alters-und Ehrenabteilung verabschiedet. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmal für seine langjährige Tätigkeit in der Einsatzabteilung bedanken und hoffen dass er uns auch weiterhin in der Altersabteilung tatkräftig unterstützt. Zur Jahreshauptversammlung wurden auch die folgenden Kameraden befördert:
Kameradin Colette Berger zur Oberfeuerwehrfrau
Kamerad Dirk Blappert zum Oberfeuerwehrmann
Kamerad Frederik Hesse zum Hauptfeuerwehrmann
Kamerad Marcel Knabe zum Hauptfeuerwehrmann
Kamerad André Jeschke zum Löschmeister
Kamerad Christian Sander zum Löschmeister
Kamerad Maik Müller zum Löschmeister
Kamerad Tobias Otte zum Löschmeister

 Auszug aus dem Jahresbericht 2013 der Stadtfeuerwehr Ellrich

                                                                                                                                                      

1. Einleitung:
Nach dem Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz vom 05. Februar 2008 werden, in Gemeinden unter 100.000 Einwohnern, die Aufgaben für den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz von Freiwilligen Feuerwehren übernommen.

Diese Aufgaben erfüllt seit dem 19. April 1934 eine Freiwillige Feuerwehr in der Stadt Ellrich.

Im Stadtgebiet Ellrich sind sieben Feuerwehren vorhanden, eine davon ist die Stadtfeuerwehr Ellrich. Sie gewährleistet die abwehrenden Maßnahmen gegen Brandgefahren, gegen andere Gefahren (Allgemeine Hilfe) und gegen Gefahren größeren Umfangs.

2. Mitgliederstand: 
Mitgliederstand der Stadtfeuerwehr Ellrich am 31. Dezember 2013:

Einsatzabteilung:                           39 Kameraden
Alters- und Ehrenabteilung:         14 Kameraden und 1 Ehrenmitglied
Jugendfeuerwehr:                          13 Kameraden

3. Fahrzeuge und Anhänger:
Einsatzfahrzeuge:

  •  Einsatzleitwagen ELW 1 des Gefahrgutzuges, LK Nordhausen, Baujahr: 2003
  •  Löschgruppenfahrzeug  LF 16/12, Baujahr: 1995
  •  Tanklöschfahrzeug TLF 16- GMK, Baujahr: 1987 umgesetzt nach Woffleben
  •  Schlauchwagen SW 2000- Tr., LK Nordhausen, Baujahr: 1995
  •  Rüstwagen RW 1, Baujahr 1997
  •  Drehleiter DL(A) K, LK Nordhausen, Baujahr 1994 

Fahrzeuge des Feuerwehrvereins / Feuerwehrhistorik:

  • VW Bus, Baujahr 2007
  • Tanklöschfahrzeug TLF 16, Baujahr: 1965 – Feuerwehrhistorik
  • Löschfahrzeug LF- Lkw- TS, Baujahr: 1966 – Feuerwehrhistorik
  • Gerätewagen GW, Baujahr: 1987 – Feuerwehrhistorik

Anhänger:

  • Tragkraftspritzenanhänger TSA, Baujahr: 1968
  • Schlauchtransportanhänger STA, Baujahr: 1974
  • Schaumbildneranhänger SBA 4,5, Baujahr: 1978
  • Kohlendioxydanhänger CO A, Baujahr: 1980
  • Wassertransportanhänger WTA 10, Baujahr: 1975/89
  • PKW Anhänger 750kgMit diesem Fahrzeug- und Anhängerpark ist die Stadtfeuerwehr sehr gut versorgt, um nahezu alle gesetzlichen Anforderungen und Aufgaben im Dienst und bei Einsätzen zu erfüllen. 

4. Geräte:
Schlauchmaterial:
Die Feuerwehren der Stadt Ellrich verfügen zurzeit über 206 B-Druckschläuche und 127 C-Druckschläuche im Bestand des Zentrallagers, wobei 187 B Druckschläuche und 96 C-Druckschläuche  noch vor dem Jahr 1990 hergestellt wurden und somit aus DDR- Zeiten stammen und nunmehr über 25 Jahre alt sind.
Deshalb sollte in Zukunft dringend eine Ersatzbeschaffung von Schlauchmaterial geplant werden, da wir mit einem altersbedingten Ausfall rechnen müssen.
Die Prüfung und Reinigung der Druckschläuche wurde durch das
Feuerwehr-technische Zentrum in Nordhausen durchgeführt und seit dem Jahr 2014
werden unsere Schläuche bei der Berufsfeuerwehr Nordhausen geprüft.
Funktechnik:
Zur Alarmierung der Einsatzkräfte sind 29 Meldeempfänger und eine funkangesteuerte Sirene in Benutzung. Die Leitstelle Nordhausen ist für die Alarmierung zuständig.
Für die Einsatzfahrzeuge sind 5 Sprechfunkgeräte im 4 Meter- Band vorhanden und der Einsatzstellenfunk kann mit 18 tragbaren Sprechfunkgeräten im  2 Meter- Band sichergestellt werden. Außerdem befindet sich in der Feuerwehreinsatzzentrale ein Sprechfunkgerät im 4 Meter- Band. Auch im Jahr 2013 konnte trotz knapper finanzieller Mittel die materialtechnische Basis gehalten werden.

Gerätebeschaffung:

  • 1 Starthilfekabel für LKW
  • 1 Gerätesatz Absturzsicherung
  • 1 Gerätesatz Absturzsicherung vom Rettungsdienst der Stadt Ellrich zur Nutzung übergeben
  • 8 Handmikrophone für Handsprechfunkgeräte (5 durch den Landkreis und 3 durch die Stadt Ellrich beschaft)5. Persönliche Ausrüstung:Die Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Ellrich sind gemäß den geltenden Vorschriften für die Einsätze und den Übungsdienst ausgerüstet. Da nicht für alle Einsatzkräfte eine Überjacke zur Verfügung steht, werden die abgelegten Überjacken, die nicht mehr für den Atemschutzeinsatz zugelassen sind, an die Kameraden weitergegeben die keine Atemschutzgeräteträger sind. Denn auch die Kameraden, die keine ASGT sind, wollen im Winter nicht frieren. 2013 waren Ersatzbeschaffungen von persönlicher Ausrüstung möglich. 

6. Unfallverhütung und Feuerwehrdienstunfälle:
Für die Unfallverhütung im Feuerwehrdienst ist jeder Kamerad selbst mit verantwortlich.
Es ist die Aufgabe jeder Führungskraft für die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften zu sorgen und die Kameraden auf Verstöße hinzuweisen.
Im Jahr 2013 gab es keinen Feuerwehrdienstunfall und auch keinen Eintrag im Verbandbuch.
 

7. Atemschutz:
Zum 31.12.2013 verfügte die Stadtfeuerwehr Ellrich über 14 einsatzfähige Atemschutzgeräteträger.
Die jährliche Übung in der Feuerwehr, die durch jeden AGT nach der FwDV 7 erbracht werden muss, wurde im Rahmen des gemeinsamen Ausbildungswochenendes durchgeführt.
Die Feuerwehren der Stadt Ellrich verfügen im Zentrallager über 45 Atemschutzmasken und 35 Atemschutzgeräte für 7 Ortsteilfeuerwehren. Die halbjährlichen Überprüfungen der Atemschutzmasken und Atemschutzgeräte wurden turnusgemäß nach der Prüfordnung durchgeführt.

 
8. Einsatzgeschehen 2013
Die Stadtfeuerwehr Ellrich musste im Jahr 2013 zu

54 Brand- und Hilfeleistungseinsätzen

im Stadtgebiet Ellrich ausrücken.
Bei den Einsätzen handelte es sich um 35 Hilfeleistungseinsätze und um 19 Brandeinsätze.
Im Vergleich:

  •  2012 mit 46 Einsätzen

Die durchschnittliche Einsatzdauer betrug 2 Std. 33 Min., bei einer Gesamteinsatzzeit von 138 Std. 21 Min., mit einer durchschnittlichen Stärke von 15 Kameraden.

9. Dienste und Veranstaltungen
Die Stadtfeuerwehr Ellrich führte im Jahr 2013 folgende Dienste und Veranstaltungen mit den folgenden Stundenzahlen durch:

25       Dienste                                 66 Std. 30 Min.
4          Veranstaltungen                 21 Std. 30 Min.
4          Reinigungsdienste             12 Std. 00 Min.
7          Sonderdienste                     32 Std. 20 Min.

Gesamtstunden:                132 Std. 20 Min.

Die Dienstbeteiligung lag im Durchschnitt bei 16 Kameraden.

Zeit Mitarbeiter des Bauhof: ca.            200 Std.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Stadtverwaltung Ellrich dafür bedanken, dass die Kameraden, die beim Bauhof beschäftigt sind, einen so hohen Stundenumfang für die Feuerwehr leisten können und dürfen. Ohne die Arbeit von Tobias Otte und Christian Sander, die sich unter anderem um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Atemschutzgeräte kümmern, würde unsere Feuerwehr nur halb so gut funktionieren. Denn wenn die Arbeit so nicht geleistet werden könnte würde das bedeuten dass wir alle noch mehr Freizeit mit und bei der Feuerwehr verbringen würden, um diese Aufgaben auch noch zu erledigen.

Sonderdienste und Veranstaltungen:

  • Kranzniederlegung zum Volkstrauertag
  • Herbstfest in der Regelschule
  • Teilnahme am „Sauberhaften Ellrich“
  • Einsatzübung mit der Feuerwehr Walkenried am Ostportal des DB Tunnel
  • Absicherung der Roland Ralley
  • Ferienpassaktion mit dem Ellricher Familienverein und dem Ellricher Schulhort  mit 40 Kinder
  • Osterfeuer in Ellrich mit der Jugendfeuerwehr
  • Jahreshauptversammlung 2012
  • 50 Jahre JFW Walkenried
  • Nachbesprechung des Brandeinsatzes von Wieda
  • Filmaufnahmen „Lebensretter“ 

10. Lehreinweisungen und Lehrgänge:
Lehrgänge auf Stadt- bzw. Kreisebene:

  • Truppmannlehrgang                           2 Kameraden
  • Sprechfunklehrgang                            3 Kameraden
  • Atemschutzgeräteträgerlehrgang      1 Kamerad
  • Technische Hilfeleistung                    3 Kameraden

Lehrgänge auf Landesebene:

  • Laufbahnlehrgan                                   1 Kamerad
  • Ausbilder für TH, Sprechfunk, Maschinisten, ABC, Truppausbildung
  • Führen im Strahlen und Gefahrguteinsatz
  • Maschinist Löschfahrzeuge                1 Kamerad
  • Maschinist Drehleiter                          1 Kamerad  

11. Ehrungen und Beförderungen:
Zur Jahreshauptversammlung 2012 wurden 4 Kameraden befördert:
1 Kamerad zum Feuerwehrmann
3 Kameraden zum Oberfeuerwehrmann

Außerdem erhielten 3 Kameraden eine Auszeichnung:
1 Kamerad erhielt das Bronzene Brandschutzehrenabzeichen für 10 Jahre
1 Kamerad erhielt das Silberne Brandschutzehrenabzeichen für 25 Jahre
1 Kamerad erhielt das Große Brandschutzehrenzeichen für 60 Jahre

12. Schlusswort:
Das Jahr 2013 war für unsere Feuerwehr ein sehr einsatzintensives Jahr, da sich wieder einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig die Feuerwehr ist. Ich möchte an dieser Stelle nochmal an die Einsätze von Ilfeld, Nordhausen, Wieda und Sülzhayn erinnern. Bei diesen Brandeinsätzen kamen leider auch 3 Menschen zu schaden und unsere Kameraden mussten nicht nur an Ihre physische, sondern auch an ihre psychische Belastungsgrenze gehen.

Doch leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Arbeit der Feuerwehr bei einem großen Teil der Bevölkerung, sowie bei unseren gewählten Vertretern oftmals belächelt wird und das stimmt mich sehr nachdenklich und traurig. Denn es stellt sich bei mir, bei allem Mitleid und Mitgefühl für die Opfer und Angehörigen, die Frage wie viel Leid kann ein ehrenamtlicher Kamerad ertragen, bis er zusammenbricht und seinen Dienst quittiert. Aus diesen Gründen darf eine Investition in die Feuerwehr und in die Sicherheit der Kameraden niemals in Frage gestellt werden, denn ohne gut ausgebildete und motivierte Feuerwehrkameraden wäre die Sicherheit der Bürger massiv gefährdet.

Unsere Kameradinnen und Kameraden leisteten im Jahr 2013 bei Ihren Einsätzen, Diensten und Veranstaltungen insgesamt

470 Stunden

ehrenamtliche Arbeit. Diese hohe Stundenzahl allein spricht für eine sehr gute Arbeit, sowie eine hohe Einsatzbereitschaft und Motivation der Kameraden und verdient allerhöchsten Respekt und Anerkennung.

Wir sind allesamt ehrenamtlich tätig und gehen in unserem Leben auch anderen Berufen nach und wann immer unsere Hilfe gebraucht wird, sind wir zur Stelle. Auch wir als Feuerwehr wissen, wie es um die Haushaltslage der Stadt Ellrich bestellt ist und sind im Rahmen unserer Möglichkeiten bemüht Geld zu sparen, dennoch ist das Sparen bei der Feuerwehr ein Sparen an der falschen Stelle und gefährdet die Sicherheit der Bürger und der Kameraden.

Mein Dank gilt deshalb an erster Stelle meinen Kameradinnen und Kameraden für Ihre ständige Einsatzbereitschaft und Ihr Engagement für die Feuerwehr und die Sicherheit der Bürger unserer Stadt.

Auch für das Jahr 2014 werden durch die Stadtverwaltung wieder finanzielle Mittel bereitgestellt, diese Investitionen in die Feuerwehr sind auch absolut nötig, auch wenn sie niemals ausreichend sind.

Den Mitgliederstand konnten wir erfreulicherweise im vergangenen Jahr um 5 Kameradinnen und Kameraden erhöhen, dies ist unteranderem auch ein Verdienst der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Denn 2 Kameraden sind Mitarbeiter im Bauhof der Stadt und konnten somit für den Dienst in der Feuerwehr gewonnen werden.

Auch im Jahr 2014 werden wir, wie schon in den vergangenen Jahren, zusammen mit allen Feuerwehren der Stadt Ellrich ein gemeinsames Ausbildungswochenende durchführen, um unseren gemeinsamen  Ausbildungsstand weiter zu verbessern.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals, auch im Namen der Wehrführung, bei allen Kameradinnen und Kameraden und ihren Familien, unseren Jugendfeuerwehrleuten, sowie den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, für Ihre Tätigkeit und Ihre Unterstützung in der Stadtfeuerwehr, ob bei Einsätzen, bei der Ausbildung, bei der Absolvierung von Lehrgängen, beim Betreiben des Feuerwehrmuseums, recht herzlich bedanken.

Mein Dank gilt aber auch der Stadtverwaltung Ellrich für die gute Zusammenarbeit. Ich würde mir für das Jahr 2014 wünschen das wir die Zusammenarbeit mit den Fraktionen und Stadträten verbessern könnten.

Ein weiterer Dank gilt natürlich auch unserem Kreisbrandinspektor Wilfried Ittershagen und dem Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Nordhausen für die gute Zusammenarbeit.

Ich wünsche mir für Jahr 2014 dass wir, die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren der Stadt Ellrich, weiterhin so motiviert und engagiert sind und immer ohne Schaden aus unseren Einsätzen zurückkehren.

Werte Kameradinnen und Kameraden unser gemeinsames Zeil sollte es sein, unseren Mitbürgern und unserer Stadt in allen Notlagen die beste Hilfe zu gewähren.

Denn

 „Wir sind die Feuerwehr“

„Gut Wehr!“

Bm. Tobias Hellmich
Wehrführer Stadtfeuerwehr Ellrich
stv. Stadtbrandmeister

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