Feuerwehrmann läuft für gutem Zweck

Der Hamburger Feuerwehrmann Mario Schnepf hat am Montag in Hamburg einen Fußmarsch nach Sömmerda in Thüringen begonnen. Schnepf will die 363 Kilometer lange Strecke in fünf Tagen bewältigen, teilte die Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung (DKFS) in Hamburg mit. Dabei trägt er seine feuerfeste Ausrüstung, einschließlich Helm und Einsatzstiefeln, mit einem Gesamtgewicht von rund 25 Kilogramm. Bei einem Tagespensum von mehr als 70 Kilometern rechnet Schnepf mit einer täglichen Laufzeit von 14 bis 16 Stunden.

Der 34 Jahre alte Berufsfeuermann will mit seinem Fußmarsch auf das Schicksal der mehr als 50 000 Familien aufmerksam machen, deren Kind von einer lebensverkürzenden Krankheit betroffen ist. Er läuft zugunsten der DKFS, deren Spendenaufkommen im Zusammenhang mit der Corona-Krise stark zurückgegangen ist. «Wir hoffen deshalb, möglichst viele Spenden sammeln zu können», sagte Schnepf nach den ersten Kilometern in Hamburg. Die Eltern der Kinder seien hoch belastet und brauchten Begleitung in dem oft jahrelangen Pflegeprozess für ihre kranken Kinder.

Sömmerda ist das Ziel des Fußmarsches, weil Schnepf an seiner vorigen Arbeitsstelle in Baden-Württemberg eine Partnerschaft mit der dortigen Feuerwehr unterhielt und nach dem Wechsel nach Hamburg den Kontakt weiterführte. Zudem ist Sömmerda Schauplatz des «Run4Kids», eines Benefizlaufs zugunsten des Kinderhospiz Mitteldeutschland.

Quelle: Welt.de

Nach inzwischen 290 bewältigten Kilometern im Marathon-Marsch wurde er von Kameraden der Ellricher Feuerwehr begrüßt: mit Einsatzfahrzeugen, Löschwasserfontäne und Thüringer Rostbratwurst.

„Was Mario da leistet, ist schlichtweg grandios. Nicht nur die physische und psychische Herausforderung, vielmehr sein Einsatz für todkranke Kinder ist beeindruckend. Und er macht das von Herzen gern, das spürt man“, so Wehrleiter Maximilian Schulze.

Quelle: Thüringer Allgemeine